Straße der Romanik | Tourismusverband

Romanikpreis 2015

Gold für Stiftung Kloster Jerichow

Zum 21. Mal wurde mit der Verleihung des Romanikpreises besonderes Engagement zur Steigerung der Bekanntheit der "Straße der Romanik" gewürdigt. 1995 initiierte der FDP Landesverband die Stiftung dieses Preises.

Knapp 140 Gäste konnten am 28. Mai 2016 erleben, wie der Romanikpreis 2015 und der Sonderpeis 2016 des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt auf Schloss Goseck, im Burgenlandkreis, übergeben wurde.

Die Preisverleihung fand nach alter Tradition beim Vorjahres-Preisträger statt. Begrüßt wurden die Gäste somit durch Jörg Peukert, Museumsdirektor von Schloss Neuenburg und Schloss Goseck, dem Wirkungsort des montalbâne ensembles, das im letzten Jahr für seine Aktivitäten als national und international tätiges Musikprojekt und kulturpolitisches Netzwerk zur Förderung mittelalterlicher Musik und Kultur in Sachsen-Anhalt in Beuster (Altmark) die Goldmedaille entgegen nehmen konnte.

Aus insgesamt 19 Vorschlägen wurden die Preisträger für den Romanikpreis 2015 und den Sonderpreis des MW 2016 von einer Fachjury ausgewählt.

Den Sonderpreis des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung erhielt die Stadt Seeland für die Gestaltung des Kirchplatzes an der Stiftskirche St. Cyriakus im Ortsteil Frose.
Mit der Kirchplatzgestaltung wurde eine infrastrukturelle Verbesserung zur Besucherbetreuung im Umfeld der Stiftskirche, einer Sehenswürdigkeit an der "Straße der Romanik", erreicht.
Durch die parkähnliche Gestaltung wird das Umfeld der Kirche wesentlich aufgewertet. Für die Besucher und Gäste wurden Parkplätze und Fahrradstellplätze hergerichtet sowie Informationstafeln und Bänke als Haltepunkt für die touristische Erschließung aufgestellt.

Mit dem Romanikpreis 2015 in Gold wurde Ulrich Rethfeld für sein dauerhaftes Engagement rund um das Kloster Jerichow ausgezeichnet.
Ulrich Rethfeld ist seit Stiftungsgründung 2004 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Jerichow, gemeinsam mit den Vorstandskollegen Hermann Hohenstein und Horst Mittendorf. Bereits im Vorfeld der Stiftungsgründung hat Ulrich Rethfeld über den Förder- und Heimatverein Kloster Jerichow intensiv an der Erhaltung der Klosteranlage Jerichow mitgearbeitet.
Der ehrenamtliche Vorstand übernahm von Beginn an die wirtschaftliche und ideelle Geschäftsführung gemeinsam mit dem Kuratorium der Stiftung Kloster Jerichow und hat diese nachhaltig vorangetrieben.
Die Gründungsjahre waren durch einen hohen Sanierungsaufwand gekennzeichnet. In den letzten Jahren wurde viel für die touristische Infrastruktur getan. Mit Übernahme der Klosteranlage in die Stiftungsverantwortung im Jahr 2004 wuchs die Anzahl der MitarbeiterInnen von 1 auf heute 16 Festangestellte und 18 Saisonkräfte an. Somit erhält die Stiftung Kloster Jerichow in der regionalen Unternehmerlandschaft eine hohe Bedeutung.
Die Erhöhung der touristischen Wirksamkeit, der wirtschaftliche Gehalt und die visionäre Weiterentwicklung sind Verdienst des Vorstandes mit Ulrich Rethfeld als dem Vorsitzenden.
Jan Wißgott, Leiter der Stiftungsverwaltung, sagt: "Wir freuen uns sehr, dass Sie diesen einzigartigen Menschen und sein unerschöpfliches Streben für das Kloster Jerichow und symbolhaft für die ´Straße der Romanik´ in Sachsen-Anhalt würdigen."

Eine Silbermedaille ging an den HarzerKlosterSommer e. V. für die Kultur-Kooperation von sechs Harzer Klosteranlagen zum Erhalt geistlicher, kultureller und wirtschaftlicher Geschichte in der Kulturlandschaft Harz.
Der HarzerKlosterSommer hat zum Ziel, jedes Jahr im Sommer für alle Klosteranlagen ein Kulturprogramm zu schaffen, das die am Harz gelegenen Klöster verbindet und miteinander erlebbar macht. Mitglieder sind die ehemaligen Klöster in Walkenried, Wöltingerode, Brunshausen (Niedersachsen) und Michaelstein, Drübeck und Ilsenburg in Sachsen-Anhalt.
Die Klöster haben den Weg in die Moderne gefunden und sind ganzjährig zu bestaunende Museen oder museumsähnlichen Einrichtungen - in Sachsen-Anhalt Ilsenburg als romanisches Kleinod und Veranstaltungsort, Michaelstein als Musikakademie Sachsen-Anhalt und Drübeck als Fortbildungs- und Tagungsstätte der Evangelischen Kirche.
Ab 9. Juni 2016 findet der 8. HarzerKlosterSommer statt. Gemeinsame Höhepunkte sind das "HarzerKlosterMahl", als zentrale Eröffnungsveranstaltung, sowie der von allen Klöstern an einem Tag veranstaltete HarzerKlosterSonntag unter dem Motto "Aufgeschlossen! Unbekannte Schatzkästchen in 6 Klöstern".
Die Reihe "Kloster a la cARTe" findet seit 2015 statt - ein genreübergreifendes Abenderlebnis mit Musik und einer kulinarischen Klostertafel, bei dem sich Künstler und Publikum gemeinsam von Raum zu Raum bewegen. Beabsichtigt ist eine überregionale Ausstrahlung des Projektes auch auf andere Klosterregionen. So entwickelt sich die Kooperation selbst in jedem Jahr etwas weiter.

Die zweite Silbermedaille erhielt das Europäische Romanik Zentrum (ERZ), das in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum begeht, für die Erforschung und Vermittlung des gesamteuropäischen Kulturerbes mit dem Fokus auf diese Epoche in Sachsen-Anhalt.
In Vortragsreihen, Seminaren, Ausstellungen, Sommerkursen u. a. wird das bewahrungswürdige Kulturerbe der Romanik den unterschiedlichesten Zielgruppen vermittelt. Hierbei versteht sich das ERZ als interdisziplinläre Plattform, die vor dem Hintergrund des reichen Denkmalbestandes an romanischen Bauwerken, zusammengefasst in der Tourismusroute "Straße der Romanik", Forschung, Nachwuchsförderung und publizistische Tätigkeiten betreibt.
Ziel ist, die BürgerInnen in der Region für das kulturelle Erbe der Romanik zu sensibilisieren und ihr Wissen über dieses Erbe zu vertiefen.
Einmal jährlich vergibt das ERZ den Romanikforschungspreis an Nachwuchswissenschaftler, die auf dem Gebiet der Erforschung der Romanik Besonderes leisten.
Vorträge des ERZ sowie Tagungsbände, wie z. B. zum 1.000-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung des Merseburger Doms oder "Kulturstraßen als Konzept. 20 Jahre Straße der Romanik", erscheinen in seiner eigenen Schriftenreihe "more romano".
Herausragende Projekte sind die Arbeit am wissenschaftlichen Inventar des Naumburger Doms, die Inventarisierung der Dome in Halberstadt (2016-2020) und Merseburg (2021-2024), der Aufbau einer Romanikbibliothek (inkl. nutzerfreundlicher Digitalisierung) sowie die Erarbeitung eines Handbuches der Romanik (2017-2020).

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Goldmedaillenpreisträger 2014 - das montalbâne ensemble, mit mittelalterlichen und Orgel-Klängen.

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