Straße der Romanik | Tourismusverband

Romanikpreis 2010

Am 16. April 2011 fand auf Schloss Hohenerxleben die 16. Romanikpreisverleihung statt. Goldmedaille für Prof. Dr. Matthias Puhle vom Kulturhistorischen Museum Magdeburg, Sonderpreis des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit für "Kulturland Osterwieck"

Am 16. April 2011 wurde der Romanikpreis 2010 und der Sonderpreis 2011 des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt 2011 im Schloss Hohenerxleben übergeben.

Zum 16. Mal wird mit der Verleihung des Romanikpreises besonderes Engagement zur Belebung und wirtschaftlichen Stärkung der "Straße der Romanik" gewürdigt. 1995 initiierte der FDP Landesverband unter dem damaligen Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger und LTV - Vorsitzenden Wolfgang Böhm die Stiftung dieses Preises. Zur Tradition gehört, dass die Preisverleihung  beim Preisträger aus dem Vorjahr stattfindet.
Die 1.000 km lange Kulturstraße ist inzwischen zentraler Bestandteil der europäischen Kulturroute "Transromanica" - 80 Klöster, Schlösser, Kirchen und Burgen verbindet sie im Kernland deutscher Geschichte. Auch in den kommenden Jahrzehnten wird es lebendig an der beliebten Tourismusroute zugehen, die zu den 10 erfolgreichsten in Deutschland zählt.

Seit 2007 vergibt das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt einen Sonderpreis, um kommunale Initiativen bei Werbemaßnahmen, der Verbesserung der Infrastruktur und Präsentation in den Objekten zweckgebunden zu fördern. Dieser ist mit 10.000 Euro dotiert.

Aus 30 Vorschlägen für den Romanikpreis 2010 und 5 für den Sonderpreis 2011 eingereichten Bewerbungen wurden von einer Jury die Preisträger ausgewählt. Die Jury setzt sich aus Vertretern des Stifters, von Landtagsfraktionen, Ministerien, Landkreisen, touristischen Organisationen und Landesmedien zusammen.

Den Sonderpreis des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit erhält die Initiative "Kulturland Osterwieck" aus den Händen von Wirtschaftsminister und designiertem Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff

Beispielhaft und –gebend haben Vertreter der Verwaltung, Bürger, Unternehmen, Kirchenmitglieder, Kultureinrichtungen und Vereine zueinander gefunden, um das Angebot in den Ortsteilen der Einheitsgemeinde Osterwieck für den Kulturtourismus attraktiv zu erschließen. Ein neues Informationsbüro wurde eröffnet, die neugestalteten Informationstafeln zu Themenrundgängen sind auch in Brailleschrift ausgestattet. Zu den Aktionen der konzeptionellen Umsetzung zählen die Renovierung des "Bunten Hofes", die Restaurierung des Altares in der Kirche St. Stephani und die Ausbildung von Stadtführern.
Osterwieck gilt als eine der interessantesten Fachwerkstädte. Hier kreuzen sich die Routenführungen der "Straße der Romanik", der "Deutsche Fachwerkstraße", des  "Grünen Bandes und der "Deutschen Alleenstraße". Veranstaltungen wie das Stadtfest im Mai unter dem Thema "Luther und die Reformation" , "Luthers Gastmahl im Pfarrgarten" im Juni oder ein Wissenschaftliches Symposium im November diesen Jahres runden das Angebot ab. Die Bau und Geschichtsforschung hat zu einem neuen Selbstbewusstsein in der touristischen Darstellung geführt.

Den Romanikpreis erhielten in diesem Jahr:

Goldmedaille Prof. Dr. Matthias Puhle, Direktor des Kulturhistorischen Museums Magdeburg und Vorsitzender des Museumsverbandes Sachsen- Anhalt e.V. für die herausragende Ausstellungstrilogie zum Leben und Wirken "Otto des Großen" und zahlreicher, die Straße der Romanik flankierender Ausstellungsvorhaben, wie "Aufbruch in die Gotik" 2009.

Silbermedaille für die Touristinformation Ilsenburg. Geschäftsführer Frank Glitsch nimmt die Ehrung für das Netzwerk und die Entwicklung und Ausschilderung des Harzer Klosterwanderweges von Drübeck über Ilsenburg nach Wöltingerode und Goslar entgegen. 32 km Pilger- und Wanderroute entlang des Grünen Bandes ziehen eine neue Zielgruppe in den Harz.

Silbermedaille für Schloss Goseck e.V. für die Umsetzung des Konzeptes zur Etablierung eines europäischen Kultur- und Veranstaltungszentrums im Schloss Goseck. Dazu hat sich ein Netzwerk zusammen gefunden, das sich der mittelalterlichen Musikpflege verschrieben hat. 1997 ging das Schloss an die Stiftung Schlösser, Burgern, Gärten Sachsen-Anhalt über, seit 1998 wirkt der Förderverein und hat über 100 Gosecker Schlosskonzerte organisiert.

Das Festprogramm wurde umrahmt durch das Rossini-Quartett unter Mitwirkung von Frederike von Krosigk und Vahid Shahidifar.

 

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