Tourismusverband

Bruder Jakobus Wilhelm erhält die Goldmedaille

Zur 26. Romanikpreisverleihung begrüßte der Tourismusverband Sachsen-Anhalt e. V., Ausrichter der Festveranstaltung und Koordinator der Straße der Romanik, am 3. Juli 100 Gäste im Ständehaus Merseburg. Merseburg - dem Wirkungsort des Goldmedaillenpreisträgers des Vorjahres, dem Förderkreis Klosterbauhütte Merseburg e. V.

Wieder hat die Jury grübeln müssen, welche Beiträge und Initiativen mit der Verleihung des Romanikpreises für besonderes Engagement zur Steigerung der Bekanntheit der Straße der Romanik gewürdigt werden. Auch in diesem Jahr hat sie dies mit Abstand digital getan.
Wie immer war die Entscheidung nicht einfach, liegt doch ein schwieriges Jahr hinter uns, welches alle im Tourismus Tätigen vor extreme Herausforderungen gestellt hat und stellt. Nichts hat uns 2020 so in Atem gehalten wie das Corona-Virus.

Die „Straße der Romanik“ lebt vom ehrenamtlichen Engagement und es gibt zahlreiche Aktivitäten, die den Veranstaltungskalender bunt und reichhaltig gemacht haben.


Den Romanikpreis 2020 in Gold erhielt Bruder Jakobus Wilhelm vom Kloster Huysburg für sein langjähriges unermüdliches Wirken und Engagement.
Bruder Dr. Jakobus Wilhelm ist Benediktinermönch im Priorat des Klosters Huysburg, einem beliebten Ort der „Straße der Romanik“. Seit vielen Jahren ist er als Rektor des Ekkehardhauses auf der Huysburg tätig und hat unmittelbar mit der Betreuung der Gästegruppen zu tun. In zahlreichen Führungen hat er den Besucher*innen die Geschichte und Gegenwart dieses romanischen Schmuckstücks nähergebracht und in Veranstaltungsformaten wie z. B. den „Tagen der Klostererfahrung“, die in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung durchgeführt werden, Einblicke in das klösterliche Leben gegeben.

Der Förderverein des Magdeburger Doms wurde mit einer Silbermedaille für sein ehrenamtliches Engagement zur Umsetzung von kleinen und großen baulichen Vorhaben und „Mitmach“-Projekten im Dom zu Magdeburg ausgezeichnet.
Seit seiner Gründung 1995 ist es dem Verein gelungen, Spendenmittel von fast 2 Millionen Euro einzuwerben, um die vielfältigen Möglichkeiten von Bau und Erhaltung, Kultur und Kunst, Ausstattung und Repräsentation sowie Öffentlichkeit und Nutzung des Domes zu fördern. Diese flossen in eine Vielzahl von kleineren und großen Projekten, die vor allem im Inneren des Domes erlebbar sind.
Von besonderer Bedeutung, auch für die touristische Nutzung, sind die sehr wirkungsvollen „Mitmach“-Projekte, die der Förderverein initiierte: Seit der Aktion „Eine Stufe – meine Stufe“ können z. B. Turmführungen zur Aussichtsplattform auf zum Nordturm angeboten werden.

Der Förderverein des Quedlinburger Musiksommers konnte sich ebenfalls über eine Silbermedaille freuen - für sein bürgerschaftliches Engagement zum Thema Musik in der Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg.
Hinter dieser Begeisterung für die Musik steht eine langfristige Dynamik, die bereits seit 1980 zu einer beständig wachsenden Reihe von Sommermusiken in der Stiftskirche St. Servatii führte und seitdem in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Quedlinburg stattfinden. Alljährlich werden neue Programmideen entwickelt. Mit der Gründung des Fördervereins des Quedlinburger Musiksommers im Jahr 2004 erhielt das starke bürgerschaftliche Engagement für den Quedlinburger Musiksommer auch eine institutionelle Verankerung. Wie viel Macht Musik bei so viel Leidenschaft und Enthusiasmus entfalten kann, wurde ganz besonders im ersten Pandemiejahr 2020 in Quedlinburg gezeigt und gelebt.

Zum 14. Mal wurde der Sonderpreis Straße der Romanik durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung vergeben. Ein Preis, der kommunales Engagement zur touristischen Aufwertung der „Straße der Romanik“ honoriert.
In Pretzien, einem Ortsteil der Stadt Schönebeck (Elbe), findet seit 1974 der Pretziener Musiksommer als ein hervorragendes Beispiel für privates, kommunales und ehrenamtliches Engagement statt. Der Pretziener Musiksommer ist eine jährlich organisierte Konzertreihe in der romanischen St. Thomas Kirche in Pretzien und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit über 450 Veranstaltungen konnten über 90.000 Besucher*innen begeistert werden. Die Finanzierung der Konzerte erfolgt über Spenden der Gäste.
Mit der Auszeichnung sollen alle engagierten Initiatoren, Unterstützer und Ehrenamtlichen geehrt werden, ohne die diese Veranstaltungsreihe nicht möglich wäre. Partner ist dabei die Kirchgemeinde Gommern. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte die Auszeichnung an Bert Knoblauch, Oberbürgermeister Stadt Schönebeck (Elbe), und Pfarrer Michael Seils.

Die Laudatio auf die Preisträger des Romanikpreises 2020 hielt Lars-Jörn Zimmer, MdL und LTV-Vorsitzender. Begrüßt wurden die Gäste der 26. Preisverleihung durch Aron Steinki, Romanikpreis in Gold 2019. Ein Grußwort richtete Hartmut Handschak, Landrat des Saalekreises, an die Festgemeinde. Die Worte zur Stiftung des Romanikpreises sprach Dr. Lydia Hüskens, MdL und Vorsitzende des FDP Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung durch das Quartett Barock x 4.


Ausführliche Informationen erhalten Sie aus den Dokumenten am Ende dieses Dokuments.

Symbol Beschreibung Größe
LTV-PM 26. Romanikpreisverleihung_03.07.2021
0.4 MB
PM MW_Auszeichnung Sonderpreis Straße der Romanik_03.07.2021
0.2 MB
Laudatio Romanikpreis_Lars-Jörn Zimmer
0.2 MB
Zur Stiftung des Romanikpreises_Dr. Lydia Hüskens
0.4 MB

© Ilka Keffel E-Mail

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30.10.2020